Noch ein Meeting-Notetaker?
Hi, ich bin Michael. Ich baue seit fünfzehn Jahren Apps.
In den letzten Jahren bestanden meine Meeting-Notizen aus halben Sätzen in irgendeinem gerade offenen Editor.
Mit dem Aufkommen von KI kam mir, wie vielen anderen, die Idee von Meeting-Notetakern: Audio-Aufnahmen und halb korrekte, unendlich lange Transkripte von Meetings sind allein kein Mehrwert. Aber zusammen mit KI können sie einem wirklich helfen. KI kann das Transkript zusammenfassen, und die perfekten Meeting-Notizen entstehen. Da ist es auch nicht so schlimm, wenn mal ein Wort nicht korrekt transkribiert wurde. Oder noch besser: einfach das ganze Transkript in die KI seiner Wahl kopieren, und schon ist der perfekte Kontext für die nächste Aufgabe da, insbesondere als Softwareentwickler.
Aber ich musste warten, bis ich meine Idee so umsetzen konnte, wie ich wollte: eine App ohne Abo, kein Hinterlegen von OpenAI- oder Anthropic-API-Keys, keine Transkription in fremden Clouds und kein Herunterladen von Transkriptionsmodellen auf den Mac. Mit macOS 27 war dann endlich alles parat: SpeechAnalyzer wurde überarbeitet und kann jetzt gut mit langen Meeting-Situationen umgehen. Und Apple Intelligence Private Cloud Compute war verfügbar, mit einem Context Window, das groß genug ist für einen 90-Minuten-Call.
Beim Ausprobieren anderer Meeting-Notetaker hat mich primär gestört, dass sie entweder zu technisch waren und zu viele Features hatten, oder dass sie die Transkription auf dem Server durchführten, das heißt, meine Daten blieben nicht privat. Außerdem sind sie meist abopflichtig. Also habe ich einen weiteren Meeting-Notetaker gebaut, so wie ich ihn mir vorgestellt habe: TinyScribe ist nun die App, die ich an jedem Arbeitstag öffne: unaufdringlich, leichtgewichtig, und sie schützt meine Privatsphäre.
Natürlich habe ich noch viele Ideen: Meeting-Teilnehmer zuordnen, eine Kalenderansicht und Meetings zu Projekten gruppieren, um ein paar zu nennen. Die Basis ist gelegt, und ich werde dranbleiben.
Mein regulärer Job ist bei der Appdafür GmbH, dem App-Entwicklungsstudio aus München, das ich vor dreizehn Jahren mit meinem Studienkollegen Daniel gegründet habe. Wir werden TinyScribe regelmäßig pflegen und weiterentwickeln, da wir es selbst täglich nutzen.

